Liebe Leser/innen liebe Hundeverrückten,
Unabhängig davon, welchen Hund ihr euch wünscht oder welchen Welpen ihr bekommt, werde ich auf dieser Seite einige Tipps auflisten, die euch und euren Vierbeinern das Leben erleichtern sollen. Ich hoffe auch, dass dadurch weniger Welpen oder Hunde aufgrund von Problemen abgegeben oder zurückgebracht werden müssen.
Bevor ein Welpe bei euch einzieht, ist es ratsam, dass sich die Familie zusammensetzt und eine Liste erstellt, die klar definiert, was der Hund als ausgewachsenes Tier darf und was nicht. Was dem Welpen später verboten sein wird, sollte ihm auch jetzt nicht gestattet werden. Wenn ihr diese Regelungen frühzeitig umsetzt, werdet ihr später weniger Probleme haben.
Denn wenn ein Welpe zunächst alles darf und dann ab einem gewissen Alter bestimmte Dinge nicht mehr tun darf, beginnen genau dort die Probleme. Der Hund wird nicht verstehen, warum er plötzlich für Verhaltensweisen bestraft wird, die zuvor erlaubt waren.
Ein immer wieder großes Thema ist es, die Beißhemmung unter Kontrolle zu bekommen.
Einige Leute finden es toll und niedlich, wenn Welpen an den Fingern zu kauen. Ich kann nicht zählen, wie oft ich sagen muss: “Bitte nehmt die Finger aus dem Mund des Welpen.” Wenn das hier vor Ort nicht funktioniert, wie soll es dann später zu Hause klappen?
Die Beißhemmung stellt tatsächlich ein ernsthaftes Problem dar und ist einer der Gründe, warum Welpen als junge Hunde manchmal zurückgegeben werden müssen.
Ich rate dringend davon ab, es dem Welpen zu erlauben, in die Finger oder das Hosenbein zu beißen. Zunächst mag es süß erscheinen, doch es kann schnell schmerzhaft werden, da das Beißen des Welpen intensiver wird, der Welpe immer wilder wird und kaum zur Ruhe kommt. Der Besitzer wird zunehmend verzweifelt und verlässt den Raum, um dem Beißen zu entfliehen. Es sollte niemals so weit kommen!
Meine Welpen werden darauf trainiert, dass das Beißen in Finger, Füße und Kleidung nicht erlaubt ist. Zukünftige Besitzer werden direkt bei uns lernen, wie sie dieses Verhalten handhaben können. Dies ist ein wesentlicher Aspekt für das gemeinsame Zusammenleben.
Mein Welpe pullert erst wieder im Haus/Wohnung lese und höre ich immer wieder
Wählt einen Platz im Garten, wo euer Welpe sich erleichtern darf. Führt ihn ruhig zehnmal genau über dieser Stelle. Ihr werdet feststellen, dass er sich dort bald lösen wird. Diese Stelle solltet ihr dann in den folgenden Tagen konsequent weiter nutzen! Am Tag der Abholung ist es wichtig, darauf zu achten, dass euer Welpe sich draußen erleichtert hat, bevor ihr mit ihm das Haus oder die Wohnung betretet. Laufen Sie nicht ziellos herum – das ist weder für Sie noch für den Welpen hilfreich. Der Ort muss nach dem Welpen riechen, damit er sein Geschäft verrichtet.
Alleine bleiben – auch immer wieder ein Thema
Wenn Sie Ihren Welpen nach Hause bringen, ist er noch mit einem Folgeinstinkt ausgestattet. Dieser Instinkt verschwindet je nach Welpe im Alter von etwa 15 bis 16 Wochen. Viele Besitzer glauben, dass ihr Welpe bereits sehr an die Bezugsperson gebunden ist und ihr deshalb ständig überallhin folgt.
Hier muss ich euch enttäuschen – das habt ihr den Folgetrieb zu verdanken!
Für draußen ist das Folgen absolut hilfreich. Innen empfehle ich jedem, den Welpen auch mal warten zu lassen – stellt euch vor, euer Welpe folgt euch auf Schritt und Tritt – ins Wohnzimmer, in die Küche, ins Bad, ins Schlafzimmer, in den Flur. Dann gibt es die “eine Tür“, die Wohnungstür, wo der Welpe nicht ständig folgen darf. Ihr werdet erstaunt sein, wie sehr sich euer Welpe bemühen wird, durch diese Tür zu kommen. Hier kommen wir zum Punkt “er will nicht alleine bleiben”. Seid vernünftig und lasst euren Welpen nicht überall in der Wohnung folgen. Glaubt mir, das wird sich rächen. Ihr erschwert euch das Alleinbleiben und zieht euch einen Kontrollfreak heran, und das ist wirklich nicht lustig!
Der Folgetrieb hat auch etwas Gutes für euch 🙂
Im Freien könnt ihr den Folgetrieb nutzen, um euren Welpen an die Leinenführigkeit zu gewöhnen. Nach dieser Trainingsphase wird er ordentlich an der Leine gehen.
in der Ruhe liegt die Kraft – Überfordern Sie Ihren Welpen nicht und achten Sie darauf, Ruhephasen einzuhalten. Wenn Ihr Welpe nicht genügend Schlaf oder Ruhe bekommt, wird er bald rebellisch und verhält sich wie ein übermüdetes Kleinkind.
Welpengruppen fast schon mein Lieblingsthema
Welpengruppen hat nichts mit Rudel und Rangordnung zutun – die Gruppen bestehen aus einer zusammen geworfenen kleinen überfordertetn Wesen, da wird gerauft – Kräfte gemessen gemobbt und die kleinsten von den größeren als Spielball benutzt. Eine Mamahündin würde niemals ihr Sprössling in dem Alter in so einer Situation bringen. Sie würde garantiert auch nicht zusehen, was Halbstarke mit ihrem Schatz machen. Dazu wird oft gesagt, die regeln Unstimmigkeiten unter sich. Die Welpen suchen Schutz bei ihre Besitzer – die Fachperson schickt den Besitzer von seinem Welpen weg. Jetzt ratet mal, was euer Welpe gelernt hat? Den Menschen den ich vertrauen soll, lässt mich in so einer Situation im Stich. – Herzlichen Glückwunsch – in wichtigen Momenten wird euer Welpe euch nicht mehr vertrauen.
ein weiterer Punkt – euer Welpe lernt, dass jede Hundebegegnung gleich toben bedeutet. Damit werden eure Gassirunden lustig und irgendwann nervig werden. Je nachdem wie sensibl euer Welpe später sein wird, zeigt er sich bei bestimmte Fremdhunden begegnungen entweder ängstlich oder verhaltensauffälig (euch kann er ja nicht mehr vertrauen).
Es guíbt wirklich gute Welpengruppen – nur leider viel zu wenige.
Welpen haben in den ersten Wochen in Hundeschulen gar nichts zu suchen – auch wenn viele sagen, der Welpe muss so schnell wie möglich mit anderen Welpen/Hunden zusammenkommen. Ja, das stimme ich nur bedingt zu –
Oft bekommt ihr euren Welpen im Alter von acht Wochen (laut Tierschutzgesetzt erlaubtes Abgabe Alter. Halte ich persönlich eindeutig zu früh.) in den nächsten zwei Wochen – solltet ihr euren Welpen die Zeit geben um euch und sein neues Heim kennenzulernen. Der Welpe muss erst einmal euch als seine vertrauten ansehen, ihr müsst den Welpen kennenlernen – ihm Sicherheit und Geborgenheit sowie Liebe Bindung und Führung bieten. In diese drei Wochen seit ihr für den kleinen Schatz den Nabel der Welt.
In deser Zeit, zeigt ihr den Welpen euer Tagesablauf, das er sein Geschäft draußen erledigt, das er auf seinem Namen reagiert und zuverlässig zu euch kommt. Er wird das warten erlernen. Fremde Menschen sowie fremde Hunde spielen in dieser intensive Zeit absolut keine Rolle- nur ihr nur eure Familie alles andere hat Zeit!
Um einen Welpen an die Leine zu gewöhnen – nimmt ein einfachen leichten Welpenhalsband (fragt eure Züchter, die geben euch gerne das Welpenhalsband (das wächst mit) mit, nimmt ein 1m Kordel und macht ein klein Wirbel-Karabinerhaken. Damit lasst ihr euren Schatz im Haus und Garten laufen. Die sogenannte Hausleine bietet ein einfachste und sanftestes lernen überhaupt – da komme ich später drauf zurück.
Ab der vierten Woche, könnt ihr mit den Welpen Haus und Garten verlassen. – Auch hier gilt immer noch – fremde Hunde sowie das betatscheln fremder Menschen sind tabu. Achtet auf euren Welpen, er zeigt euch wieweit er gehen will und das solltet ihr respektieren! – wird er unsicher und kommt zu euch gerannt, dann habt ihr in den ersten drei Wochen hervoragende Arbet geleistet Herzlichen Glückwuns und macht bitte so weiter! Jetzt könnt ihr nach und nach kleine Ausflüge in eurer Umgebung ausbauen und immer kleine übungen mit einbauen.
Im alter von 16 Wochen könnt ihr fremde Hunde aber bitte nur suveräne Hunde, die eine Bindung zu ihre Besitzer haben (raufer würde ich auf keinen Fall in der engeren Wahl aussuchen) am Anfang ruhige Spaziergänge immer wieder übungen einbauen und Schritt für Schritt mehr!
Bedenkt bitte – euer Schatz wird einige sogenannte Angstphasen durchleben – diese sind von Mama Natur extra so gelegt, damit Welpen instinktiv vorsichtig hadeln um sich nicht sebst in Gefahr bringen und nicht weil er angeblich etwas nicht gelernt hat (das ist quatsch und Unwissenheit), – hier benötigt der Kleine Sicherheit was ausschließlich ihr sein solltet! Euer Welpe/Junghund gibt sein Tempo vor und das nehmen wir ernst und richten uns nach!
Auch wenn du gerade nicht glauben magst – aber ihr werdet gelobt und beneidet werden, wenn euer Schatz nicht wie wild auf andere Hunde oder Menschen zurennt und sich wie wild aufführt. Berücksicht ihr die Entwicklungsstufen und richtet euch nach dem Tempo von euren Welpen und handelt dementsprechen, dann werdet ihr viele viele wunderschöne Jahre mit eurem Schatz haben. Ihr werdet nur positiv auffallen vor allem ein Lob nach dem anderen bekommen und das lässt euch wachsen und bestärkt!
Solltest du Fragen haben, schreib mir einfach!